Anwendung von KI im Unternehmen als nächste Schritte der Digitalisierung

22.06.2026 52 min Klaus Reichert

Zusammenfassung & Show Notes

Am konkreten Projekt mit Innovationscoaching nachhaltig innovativer werden und strukturiert Methoden, Teams & Führungskräfte entwickeln - ganz einfach mit meinem geförderten Beratungsprogramm. Der Link zum nächsten Schritt: https://www.klausreichert.de/coaching/

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Das Abwarten oder Ignorieren von AI ist für KMU definitiv keine Lösung mehr. Die Episode vermittelt wertvolle Erkenntnisse, wie ein strukturierter KI-Workshop Unternehmen dabei hilft, Risiken zu minimieren und den KI-Einsatz KMU sicher zu gestalten. 

Episode 166 des Smart Innovation Podcast beschäftigt sich mit dem Thema Anwendung von KI im Unternehmen als nächste Schritte der Digitalisierung. Dr. Klaus Reichert, kreativer Innovationscoach aus Baden-Württemberg, begrüßt den KI-Berater Jürgen Kroder. Er ist Ein-Mann-Marketing-Agentur mit KI-Team, Betreiber des Blogs KI-Känguru und erläutert praxisnah die Potenziale von neuen Arbeitsweisen wie Vibe Working.

Kapitelübersicht und Zeitmarken
00:00 Start und das Risiko von Schatten-KI im Unternehmen
00:03 Begriffsklärung und Praxis: Vibe Working und Vibe Coding
00:07 Datenschutz, Datensicherheit und rechtliche Haftung für KMU
00:12 Digitalisierung planmäßig gestalten statt blind Tools kaufen
00:16 Menschen im Change-Prozess mitnehmen durch konkrete Use Cases
00:24 Der Weg zur KI-Beratung und die Entstehung des Blogs KI-Känguru
00:29 Das RTF Framework für zielgerichtetes Prompting
00:37 Markensprache erhalten und KI im internen Wissensmanagement nutzen
00:45 Die Zukunft der Arbeit: Verdrängung oder Ergänzung durch AI

Vertiefende Erläuterung der Gesprächsinhalte

Gefahren von Schatten-KI und mangelndem Datenschutz
In vielen Betrieben etabliert sich bereits eine unkontrollierte Schatten-KI, da Mitarbeiter ohne klare Richtlinien kostenlose AI-Tools nutzen. Jürgen Kroder warnt ausdrücklich vor den Risiken im geschäftlichen Kontext: Wenn ein Produkt nichts kostet, bist du das Produkt, oder die Daten, die da eben reingehen. Kundendaten oder Geschäftsgeheimnisse in kostenlosen Versionen hochzuladen, kann zu gravierenden Verstößen gegen die Datenschutzgrundverordnung führen. Die Einführung von KI-Lösungen darf laut Kroder nicht die alleinige Entscheidung der IT-Abteilung sein. Da es um Compliance, Haftung und Datenschutz geht, steht die Geschäftsführung in der persönlichen Verantwortung und kann sich im Ernstfall nicht herausreden. Eine professionelle Innovationsberatung hilft KMU, diese Chancen strukturiert zu realisieren.

Eine Arbeitswelt mit Vibe Working und dem RTF Framework
Der aktuelle Begriff Vibe Working leitet sich vom Programmiertrend Vibe Coding ab. Der Mensch schreibt dabei nicht mehr mühsam Zeile für Zeile selbst, sondern agiert wie ein Dirigent, der die verschiedenen KI-Tools koordiniert und steuert. Für die effiziente Kommunikation mit großen Sprachmodellen empfiehlt der KI-Experte das RTF Framework. Die Abkürzung steht für Role, Task und Format. Anwender sollten der AI zuerst eine klare Fachrolle zuweisen, danach die konkrete Aufgabe stellen und schließlich das gewünschte Ausgabeformat exakt vorgeben. Zudem betont Kroder, dass das erste Ergebnis einer KI immer nur als rohe Masse und erstes Konzept zu betrachten ist. Erst durch den anschließenden interaktiven Austausch entsteht echte Qualität in der Produktentwicklung.

Wissensmanagement und die menschliche Rolle im Digitalisierungsprozess
KI-Tools bieten enorme Vorteile für das interne Wissensmanagement und das Onboarding neuer Mitarbeiter im Mittelstand. Komplexe Betriebsanleitungen, Richtlinien oder firmeninterne Dokumente lassen sich in eine geschützte KI-Datenbank einspeisen. Mitarbeiter können das System danach in natürlicher Sprache befragen und komplexe Inhalte auf das Niveau eines Zwölfjährigen eindampfen oder in verschiedenen Sprachen nutzen. Bezüglich der weit verbreiteten Angst vor dem Wegfall von Arbeitsplätzen durch KI positioniert sich Kroder differenziert. Er rät Unternehmen davon ab, KI rein für Personalentlassungen zu nutzen. Sinnvoller ist es, die Technologie als zusätzlichen virtuellen Mitarbeiter zu betrachten, der repetitive Aufgaben übernimmt und Freiräume für anspruchsvollere Tätigkeiten schafft.

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Weitere Informationen, Links und die Möglichkeit mitzureden sind in den Show Notes: https://www.klausreichert.de/anwendung-von-ki-im-unternehmen-als-naechste-schritte-der-digitalisierung/

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Im Smart Innovation Podcast gibt es umsetzungsorientierte und fokussierte Gespräche mit engagierten und kreativen Menschen über Innovation, Innovationsmanagement, Unternehmertum und Verantwortung im Kontext des Klimawandels.

Es geht um innovative agile Organisationen mit Vision, Dynamik und Energie sowie den passenden Vorgehensweisen, Zukunft auch enkeltauglich zu entwerfen. Ebenso geht es um wechselnde aktuelle Themen wie neue Geschäftsmodelle, nachhaltige Produkte & digitale Dienstleistungen. Episoden erscheinen dienstags. Bleiben Sie auf dem Laufenden und folgen Sie der Show, wo immer Sie Ihre Podcasts hören, bei Linkedin und per Newsletter. Alle Folgen mit Extras, Links, Kommentaren & Transkript sind hier: https://www.klausreichert.de/podcast/

Mein Name ist Klaus Reichert. Ich bin unabhängiger Berater mit Herzblut, kreativer Business Coach und Experte für Innovation. Ich begleite Unternehmen remote auf dem Weg von der Vision zu nachhaltigen Leistungen. Mein Standort ist Baden-Württemberg, zwischen Karlsruhe, Stuttgart und dem Bodensee.

Transkript

Klaus Reichert: Was wir sagen können, abwarten oder nicht machen, ist definitiv keine Lösung, was AI oder KI angeht. Jürgen Kroder: Nee, es ist definitiv keine Lösung, jetzt wie so oft irgendwas nur abzuwarten, auszubremsen und zu sagen: "Ja, das mache ich mal morgen, mache ich mal nächstes Jahr." Nee, das ist keine Lösung. Zumal auch da wieder das nächste Buzzword irgendwie, es hat sich ja mittlerweile schon eine Shadow AI oder Schatten-KI in vielen Unternehmen etabliert. Klaus Reichert: Innovation entwerfen und Zukunft einfach machen. Hallo, Klaus Reichert hier. Ich bin unabhängiger Berater, kreativer Business Coach und erfahrener Experte für Smart Innovation und Business Design. Ich arbeite remote aus Baden-Württemberg heraus. Gemeinsam mit engagierten Innovationsverantwortlichen und ihren Teams mache ich Unternehmen innovativer. Von Visionen, über frische Ideen und agilen Innovationsmethoden hin zur Innovationsstrategie, neuen Geschäftsmodellen, nachhaltigen Produkten und digitalen Services. So entstehen innovative, agile Organisationen mit Vision, Dynamik und Energie. Sowie den passenden Vorgehensweisen, Neues auch enkeltauglich zu entwerfen und Zukunft einfach zu machen. Im Smart Innovation Podcast spreche ich mit engagierten und kreativen Menschen über Innovation, Unternehmertum und Verantwortung, gerade im Kontext des Klimawandels. Bei unseren Live-Aufnahmen zum Innovationspodcast können Interessierte Fragen stellen. So wird Innovation lebendig und einfach umsetzbar. Denken Sie daran, es gibt kein Ende von Innovation, nur Starts. Mein Gesprächspartner ist Jürgen Kroder. Er ist KI-Coach und wir kennen uns schon sehr lange, haben viel zusammengearbeitet und ich bin froh, dass er sich heute die Zeit nimmt, mit mir über seine KI-Beratung zu sprechen. Hallo Jürgen, schön, dass du heute mit dabei bist. Jürgen Kroder: Hallo Klaus, sehr schön, dich mal wieder zu sehen und zu hören. Klaus Reichert: Es ist ja immer auch so viel los, dass das ganz schön schwierig manchmal ist. Vor allem auch im, mit vielen, vielen neuen Themen und, äh, Dingen, die auf einen zukommen, ja, wenn man sich intensiv damit beschäftigt. Da ist KI natürlich eines, AI. Ähm, ich find's spannend, dass AI sich noch nicht als Begriff in Deutschland durchgesetzt hat, aber mal sehen, wahrscheinlich kommt's noch. Ich hoff, dass es noch kommt. Also KI ist heute unser Thema. KI ist 'n Hype-Thema. Ähm, viele Unternehmen, äh, KMU grade auch, beschäftigen sich damit, äh, fangen irgendwie an, machen was, wie auch immer, haben viele Fragen. Manche machen's absichtlich nicht und, und, und. Da hast du sicher auch immer wieder damit zu tun und da wollen wir heute drüber sprechen. So was so da-dann so Themen sind, was Einstiegsmöglichkeiten sind, ähm, sodass man dann im Grunde mitnimmt, wie man gut damit anfangen kann mit der KI-Nutzung im mittelständischen Unternehmen. Hab ich das so richtig zusammengefasst? Jürgen Kroder: Ja, hast du sehr gut zusammengefasst, Klaus. Und, ich hab mir so als großes Buzzword heute mitgenommen das Thema Vibe Working. Klaus Reichert: Vibe Working. Können wir gleich etymologisch klären Also Wein, Vibe und Gesang oder was? Jürgen Kroder: Nicht ganz. Also Vibe, also das englische Vibe für, was heißt denn das? Gefühl. Also V-I-B-E. Und da hat sich ja vor paar Monaten in der Bubble, in der KI-Bubble ja das, ähm, Wort Vibe Coding entwickelt. Das, äh, verwenden dann viele Programmierer, seitdem KI-Tools sehr stark geworden sind. Das heißt, die schreiben jetzt nicht mehr Zeile für Zeile ihre ganzen Programmcodes, sondern interagieren eben mit den verschiedenen KI-Tools und die KIs schreiben dann den Code und der Programmierer ist dann quasi wie der Dirigent beim Orchester, der, der dem KI-Tool vorgibt, was er denn jetzt für 'ne App oder Lösung oder sonst was haben möchte. Und dann hat es so seinen eigenen Vibe, in dem man so mit so einer KI sich austauscht. Und dieser Begriff Vibe Coding wurde jetzt in Vibe Working quasi weiterentwickelt, wie eben die Angestellten einer Firma, aber auch Freelancer im interaktiven Austausch in der Kommunikation mit der KI ihre Arbeit erledigen können. Klaus Reichert: Also ein Buzzword, äh, hetzt das nächste sozusagen. Hört sich auch nett an, ne. Vibe, äh, hat so ein bisschen was von, von Good Vibrations und so was. Ich denk jetzt grad an Strand, Beach Boys, Surfen und so. Ähm, da kommt mir jetzt Arbeit gar nicht so in den Kopf, aber Vibe Working, schwierig auszusprechen. Da bin ich jetzt schon sehr drauf gespannt. Jürgen Kroder: Genau, und ich glaub auch, das ist so mit dieser Hintergedanke von diesem Anglizismus, wie so oft, da wird halt einfach was bisschen schöner beschrieben als es ist. Man hätte auch tausend andere Begriffe verwenden können und darum geht's ja, was uns so die ganzen großen KI-Firmen verkaufen oder schmackhaft machen wollen. Sie sagen: "Hier, guck mal, ihr habt die neuen smarten Assistenten an eurer Seite. Ihr könnt euch quasi zurücklehnen, ihr lieben User. Die KI macht alles für euch. Die nimmt euer Leben, euer Arbeitsleben, alles nimmt die KI für euch ab." Klaus Reichert: Super. Jürgen Kroder: Ja, super. Das heißt, wir können jetzt auch gleich aufhören, hier zu reden. Das, den Rest macht 'ne KI. Da unterhalten sich dann zwei KI-Tools miteinander und am Ende haben wir einen fertigen Podcast. Klaus Reichert: Ja Moment, das ist, das sind jetzt schon zwei KI-Tools, die sich gerade unterhalten. Jürgen Kroder: Ah, verdammt, du hast es entlarvt. Klaus Reichert: Ja, aber das Spannende ist, es gibt ja tatsächlich solche Tools, die das so können, die so 'n Gespräch dann auch führen, wie wir das jetzt grade führen, in so 'nem ähnlich plaudernden Ton, ja, und mit Fragen und hast du schon gewusst, das und so, ne. Also das ist schon, schon extrem spannend, was da halt einfach mittlerweile alles geht. Jürgen Kroder: Genau, das stimmt. Also ich hab das auch schon sehr viel ausprobiert. Das ist unter anderem das Tool NotebookLM von Google. Ähm, da kann man eben Texte, verschiedene Informationsquellen reingeben und dann sagen: „So, ich hab dir jetzt mal 50 Quellen zu dem Thema gegeben. Schau's dir mal an und bezieh dich nur auf diese Quellen und erstell mir daraus einen Podcast." Früher ging das nur in Englisch. Ich glaub, mittlerweile geht das in Deutsch und das ist, wie du es beschreibst, faszinierend. Da unterhält sich 'ne Frau und 'n Mann über dieses Thema. Die lachen, die schäkern, die bringen Wortwitze rein, die stottern auch mal. Wenn man's nicht wüsste, würde man echt glauben, das ist echt. Echt fantastisch, ja. Klaus Reichert: Mhm. Und was spannend ist, es mag's, also es wird natürlich, es muss nicht unbedingt die tiefe Recherche von diesem Material ersetzen, äh, von dem du grad gesprochen hast. Also wenn ich jetzt zum Beispiel, ähm, 50 Berichte, Papers oder was auch immer da, da reinlade als zum Beispiel PDF, dann, ähm, werd ich nicht alles mitbekommen in diesem zum Beispiel zehn Minuten Podcast, der daraus entsteht. Aber ich krieg eine gute Einführung, 'n guten Überblick. Ich krieg, ähm, ich, ich spar sozusagen sehr viel Zeit, äh, um in 'n neues Thema reinzukommen. Und das, find ich, ist halt eine der großen Sachen, solang man jetzt nicht glaubt, dass damit alles schon erledigt ist. Jürgen Kroder: Genau, man kann ja die Informationen, die man braucht, sich anders vermitteln lassen. Und wer hat schon die Zeit, alles zu lesen? Weil das machen ja viele Menschen, die haben lange Dokumente, Regularien zum Beispiel, Gesetze, die durchzulesen sind und dann lassen sich das von der KI zusammenfassen, aber dann haben sie am Ende immer noch einen Text zum Lesen in der Regel. Und so kann man sich das als Podcast oder in irgendeiner anderen Audioform ausgeben lassen und dann auf dem Weg zur Arbeit einfach sich anhören. Klaus Reichert: Wir haben jetzt nur eins von diesen vielen, vielen, vielen Tools, die es gibt, wo es auch laufend neue gibt. Manche verschwinden auch wieder, gerade angesprochen. Was wir sagen können, abwarten oder nicht machen, ist definitiv keine Lösung, was AI oder KI angeht. Jürgen Kroder: Nee, es ist definitiv keine Lösung, jetzt wie so oft irgendwas nur abzuwarten, auszubremsen und zu sagen: "Ja, das mache ich mal morgen, mache ich mal nächstes Jahr." Nee, das ist keine Lösung. Zumal auch da wieder das nächste Buzzword irgendwie, es hat sich ja mittlerweile schon eine Shadow AI oder Schatten-KI in vielen Unternehmen etabliert. Das heißt, das ist auch wieder abgeleitet von dem anderen Begriff, nämlich der Schatten-IT. Das ist, wenn man, ähm, auf der Arbeit, da ist ja vieles vorgegeben. Gerade in großen Firmen gibt es dann große Compliance-Vorgaben und Vorgaben, welche Tools man nutzen darf und in welchem Umfang und so weiter. Und in vielen Firmen sind dann gewisse Programme oder Webseiten dann auch gesperrt. Und, äh, heutzutage ist es halt dann so, dass Firmen, die halt nicht KI-Tools vorgeben oder sogar sagen: "Nee, nee, das machen wir nicht, auf keinen Fall ChatGPT oder sonst was benutzen", dass halt die Menschen dann auf ihrem Smartphone dann einfach ChatGPT laufen lassen und da dann die ganzen Geschäftsdaten, äh, reingeben, um sich Mails vorformulieren zu lassen oder Analysen geben zu lassen. Und dann wird quasi ein KI-Tool abseits der IT-Regularien benutzt. Eine Schatten-KI entsteht dadurch. Und das hat natürlich viele, viele Gefahren logischerweise. Klaus Reichert: Da hat man auch überhaupt keine Kontrolle drauf, was nach draußen gegeben wird, ja, wo es hingeht, was dann damit passiert. Ähm, es ist ja durchaus möglich, da einen gewissen, ich möchte nicht sagen Riegel vorzuschieben, äh, weil darum geht es eigentlich nicht, sondern es ist möglich, bestimmte Zugänge oder auch Verwertungsmöglichkeiten von eigenen Daten eben zu definieren, sodass dann quasi ein, auch ein externes KI-Tool eben nur dann damit arbeiten kann und eben nicht mehr damit anfangen kann und damit im Grunde ja auch Daten schon, ja, gesichert werden, gesicherter sind. Jürgen Kroder: Genau, das ist auch das große Thema Datenschutz. Ja, das ist sehr unsexy, ich geb's zu. Genau, der Klaus schläft hier gleich ein. Aber sind wir mal ganz ehrlich, diese ganzen KI-Tools sind super mächtig und damit auch super gefährlich. Und ich kenne ganz viele Firmen, die sagen: „Ja, ja, meine Mitarbeiter, die dürfen mit Copilot, Gemini, ChatGPT, was auch immer, die dürfen damit arbeiten." Und dann arbeiten die aber alle mit der kostenlosen Variante von diesen ganzen Tools. Wie wir alle wissen, wenn ein Produkt nichts kostet, bist du das Produkt, lieber User, oder die Daten, die da eben reingehen. Das kennt man ja von Facebook und Co. Und dann werden diese kostenlosen Varianten von ChatGPT und Co. genutzt, wo es keine richtigen Datenschutzeinstellungen gibt und wo in der Regel auch alle Daten, die man da eingibt, wieder zum KI-Training verwendet werden. Ja, und wenn dann irgendwie Kundendaten da drin liegen oder auch Geschäftsgeheimnisse eingegeben werden und so weiter, dann ist das alles kein Spaß mehr. Das kann richtig krasser Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung sein. Klaus Reichert: Also es ist auch ein schwieriges, schwieriges Thema. Deswegen ist ja auch ganz gut, dass man zum Beispiel jemanden hat, der einen da berät, ja. Also Haken dran, Experten, Expertinnen, äh, dazunehmen ist an der Stelle extrem wichtig, aber vor allem dann auch in vielleicht etwas größeren Unternehmen, dass es zum Beispiel jemand aus dem, aus dem Rechtsbereich gibt, der mit diesen Themen tatsächlich jetzt mal arbeiten kann, äh, das quasi auch richtig dann einstellen kann, äh, sodass die anderen Mitarbeitenden, die davon ja gar keine Ahnung haben, auch eigentlich nie haben müssen, äh, dann quasi gesichert sind und dann gesichert mit den Tools auch arbeiten können. Also da gehört schon ein bisschen Planung dazu, wenn man so was einführt, dass es nicht einfach so von selbst geschieht, äh, und dann so ähnlich wird wie, äh, niemand darf in der Firma WhatsApp nutzen und alle nutzen WhatsApp, ne. So ungefähr. Jürgen Kroder: So ist es. Und auch noch 'n wichtiger Punkt, den ich einwerfen will, klingt auch wieder total bürokratisch und langweilig, aber grade in größeren Firmen, wo's auch Abteilungen, Strukturen gibt, sollte 'ne Einführung von irgend'nem KI-Tool, irgend 'ner KI-Lösung oder was weiß ich, auch nie die alleinige Entscheidung des, der IT-Abteilung oder des IT-Leiters irgendwie sein. Weil halt dann so Sachen wie Datenschutz dazukommen, Compliance dazukommen und auch Haftung dazukommen. Und wir alle wissen, wenn's irgendwas passiert, zum Beispiel mit Kundendaten, Datenschutzverstöße und Co, dann haftet zuerst mal ein Geschäftsführer und der kann nicht sagen: „Ja, ja, mein IT-Leiter hat sich darum gekümmert. Ich hab davon keine Ahnung." Das geht nicht. Rausreden gilt nicht. Also auch das sind Themen, die man bedenken sollte. Es ist immer nicht nur kompliziert, sondern meistens auch komplex. Klaus Reichert: Schön, schön. Ja. Da fühl ich mich wohl. Ja, super. Ähm, ich mein, was man ja auch nicht vergessen darf, im Grunde, äh, dürfen wir ja das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Das passiert ja auch sehr, sehr häufig. Und jetzt nix gegen IT-Leiter, aber es gibt da halt Leute, die sind mehr oder weniger, ähm, ähm, erfahren beziehungsweise auch von der Muse geküsst, ne. Äh, und manche denken tatsächlich, äh, nicht von der Lösung her, sondern, äh, kommen vom Problem her. Und das sind sozusagen die, die dann wirklich 'ne Ahnung von ihrem Geschäft haben, äh, die dann auch, äh, die, die einzelnen Nutzer zum Beispiel integrieren und fragen: „Hey, was braucht ihr da eigentlich? Was kann euch da helfen? Äh, was soll man, nach was soll man denn überhaupt suchen?" Ja. Ähm, und, und dann eben, äh, den Mehrwert dadurch stiften, dass, äh, es quasi Tools gibt, ausgewählt werden, äh, die dann tatsächlich die Leute auch unterstützen bei ihrer Arbeit. Jürgen Kroder: Ja, stimmt. Und das ist 'n guter Punkt, den du auch ansprichst, denn wenn man jetzt mal KI betrachtet, das ist eine weitere Evolutionsstufe der Digitalisierung. Klaus Reichert: Ja. Jürgen Kroder: Digitalisierung ist ja so alles und nichts irgendwie. Oder es ist einfach unglaublich viel vom Internetanschluss bis zur perfekten Softwarelösung oder Robotern und schlag mich tot. Und wie immer sollte die Digitalisierung natürlich planmäßig vorangehen und durchdacht vorangemacht werden. Und das hat man leider in Deutschland, das war meine Beobachtung, die letzten Jahre und Jahrzehnte ziemlich holprig, äh, gemacht, bis hin zu verschlafen und blockiert. Wir hatten's ja grad eben eingangs. Und dann wird ganz schnell oft irgendwie so 'n Gremium gebildet und dann kauft man wie verrückt irgendwie Consultants ein und Tools ein und Schulungen ein und irgendwas ein und fragt sich gar nicht: Ja, was wollen wir denn damit? Warum wollen wir jetzt eine KI-Lösung? Warum brauchen wir das und das Tool? Was bezwecken denn wir damit? Weil 'n Tool, eine KI-Lösung zu haben, nur damit man sie hat. Ja, und dann? Was ist der Use Case? Klaus Reichert: Ja. Ja, genau. Ähm, dazu muss man natürlich auch mitbekommen, was es so alles gibt, ja, was man alles mit machen kann, ja. Meines Erachtens nach ist 'n, 'n guter Vorgehen, ein gutes Vorgehen auch das, was man sonst in einem, äh, Produktentwicklungs- oder Ideation-Prozess eben hat: probieren, lernen, vertiefen, ja. Weiterkommen durch diese, dieses Ausprobieren, durch Prototypen und so. Aber man muss dann auch gucken, dass das irgendwo und irgendwann seine Grenzen hat, vor allem wenn's dann darum geht, dass man's eben auch in die Organisation hinein skaliert. Äh, dass es nicht irgendwie nur 'ne kleine Gruppe von fünf Leuten ist, die da was antesten und das versuchen, quasi, äh, auf, auf Use Cases, äh, quasi zu finden, sondern wenn quasi die Leute in dem normalen, in Anführungszeichen, Regelbetrieb damit umgehen müssen oder dürfen. Jürgen Kroder: Genau richtig. Also es geht wie immer darum, sinnvoll und strukturiert Sachen einzuführen und natürlich auch, wie du es gesagt hast, dieser Ideation Prozess oder manche reden dann von agilen Prozessen, BM, äh, BML-Kreislauf, PDCA-Zyklus. Da gibt es ja wieder ganz viele tolle Buzzwords, wie man eben so ganz agil und durch Lernprozesse so ein Tool oder auch so eine Lösung dann eben einführt. Und da geht es nicht darum, mit dem großen ultimativen Koffer jetzt zu kommen und sagen: „So, Tschaka, das ist jetzt unsere Lösung. Die haben wir für dreihunderttausend Euro eingekauft", sondern Schritt für Schritt sich voranzuarbeiten, Use Cases herauszuarbeiten, die Leute das testen lassen und dann iterativ verbessern, was man da einführt. Klaus Reichert: Mhm. Ist übrigens auch mein Grund, ähm, nicht jetzt einfach nur über KI zu sprechen, weil es, du hast es ja schon gesagt, und zwar sehr, sehr, sehr substanzielles Thema ist mit riesigen Auswirkungen, wo keiner von uns wirklich sagen kann, wo das genau hingeht und wie gefährlich das Ganze ist und, und, und, ja. Aber es ist halt auch eines dieser weiteren Dinge, die, äh, an Neuerungen in den letzten Jahrzehnten und so was auf uns zugekommen sind. Und man darf ja auch nicht vergessen, also das beziehungsweise wir vergessen sehr, sehr häufig, äh, die Einführung zum Beispiel des PCs in, im Büro, das hat unendlich viel verändert, ja. Des Druckers dazu und, und, und. Ähm, das ist halt nur einfach schon, was ist das, vierzig Jahre her oder so, ja? Jürgen Kroder: Mhm. Klaus Reichert: Also drum fünfunddreißig. Ähm, da, da denkt man schon gar nicht mehr dran, weil es so normal ist. Ja, aber, aber eben deswegen ist es für mich einfach eine weitere dieser Phasen, mit denen man umgehen muss. Und dann ist es für mich eigentlich immer auch wichtig, dass man lernt, wie man mit so was Neuem umgeht, ob das jetzt dann AI ist oder, ähm, irgendwas anderes, ja. Das ist mir eigentlich erst mal egal, weil schlussendlich kommt, brauche ich was, 'ne Methode, um das Neue ins Unternehmen reinzukriegen. Ja, und dann müssen wir's natürlich vertiefen und mit sehr viel Fachkenntnis hinterlegen. Jürgen Kroder: Genau. Also noch geht es darum, die Menschen mitzunehmen, weil am Ende nutzen Menschen irgendwelche Tools, egal was es jetzt am Ende ist- Ja. ob's 'n PC ist oder 'n KI-Tool ist, noch arbeiten da Menschen in der Firma und dementsprechend musst du die auch mitnehmen und auch überzeugen oder auf die, in die richtige Richtung bringen, wie man's ja bei viel so Change-Prozessen hat. Also wenn ich's kurz darf, ich hatt ja letzt auch so 'ne Schulung bei 'ner Firma und, äh, es war 'n Architekturbüro im Raum Stuttgart und da waren fünfzig Prozent der Mitarbeiter schon voll im Feuer des KIs. Die waren schon hellauf begeistert, haben ganz viel genutzt, noch nicht so optimal genutzt, wie ich's gerade eben so sagte, so Datenschutz und so, mhm, bisschen kritisch. Aber sie haben's genutzt und waren völlig enthusiastisch dabei. Und die andre Hälfte war so: "Ha, schon wieder so 'n moderner Kram. Ah, was brauch ich KI? Ich will, ich will mich damit nicht beschäftigen. Ich bin hier zum Arbeiten." Also so richtig ablehnend, wie man's halt einfach so kennt. Und dann sagt er auch noch 'n bisschen so schwäbisch brudelig. Also so, ja, wie's halt einfach so ist. Und dann hab ich da eben so 'n, so 'n Tagesworkshop gegeben für beide Zielgruppen gleichzeitig. Und hab dann eben auch viel so Use Cases reingebracht. Also hab mich vorher mit der Firma beschäftigt, hab dann schon Beispiele herausgearbeitet, wie jetzt eben die Mitarbeiter in verschiedenen einfachen Situationen KI einsetzen können. Das war jetzt kein Riesending, wirklich einfache Mini-Lösung für den Alltag. Und du hast richtig zugucken können, wie bei denen das Eis bricht, also bei den Kritikern. Und am Ende der Schulung sind die auf mich eingestürmt und so: "Jürgen, das ist ja cool. Was kann ich denn da machen? Und hast du da 'ne Lösung und da 'n Tipp? Und schick mir mal schnell was zu." Also am Schluss hatte ich lauter Enthusiasten. Klaus Reichert: Mhm. Ja, man muss einfach auch plastisch zeigen, was da möglich ist, ne, äh, äh, äh, und nich einfach sich nur im Theoretischen bewegen, ja. Ja, guter Punkt. Du, da fällt mir aber auch ein, vor zwei, drei, vier Episoden haben wir im Podcast, ähm, ähm, über 'n Tool gesprochen, das, äh, tatsächlich auch aus 'm Baubereich kommt. Das hört sich erst mal total undramatisch an. Das ist nämlich so 'n, ja, 'n Bauprojektmanagement-Tool, das über WhatsApp bedient wird, hauptsächlich nach vorne raus. und da ist hinten dran auch total viel KI, ne. Da ist es halt so, dass dieses, diese, diese Extrafunktion, diese oder die KI viele Extras leistet, die hinten raus, äh, extrem viel Manpower spart und die, äh, sehr viele Extras dazu liefert, die man sonst gar nicht gehabt hätte, ja. Aber die Nutzer selber merken das eigentlich gar nicht. Das fand ich auch ganz spannend, ne, äh, äh, dass man, dass man das auch in dem Sinne in Anführungszeichen nicht verstecken, aber eben direkt einbauen kann, ohne, ohne dass das jetzt direkt schon, äh, 'ne Auswirk…, also, ähm, sichtbar ist. Jürgen Kroder: Genau darum geht's ja auch dann eben oder da arbeiten auch viele so KI-Unternehmen dran, die ganzen KIs menschlicher zu machen. Das merkst du jetzt erst mal, wenn du mal die Geschichte, die kurze Geschichte von ChatGPT mal so verfolgst. Ist im November 2024, 23 erschienen. Gott, die Zeit vergeht so rasant. Also es fühlt sich ja schon so an, als wenn ChatGPT schon immer da gewesen wäre, so gefühlt, aber es sind ja nur wenige Jahre, die man's jetzt benutzen kann. Und am Anfang hat es ja noch ziemlich nüchtern geantwortet. Und heutzutage kann's 'n richtiger Sparringspartner sein, der einen ermuntert, der witzig ist und so weiter, in Textform wie auch in gesprochener Form. Und es gibt halt auch immer mehr Start-ups, die grade in diesem Audiobereich arbeiten und die dann zum Beispiel so Telefonwarteschleifen oder Hotlines da ihre KI reinbringen wollen. Und heute ist es ja wirklich noch so, dass man grad bei diesen Telefon-Hotlines hört, das ist 'ne Roboterstimme. Da, da schaltet man schon sofort ab, wenn man diese Roboterstimme hört. Und die arbeiten daran, eben KIs zu entwickeln, die einerseits nicht nach Roboterstimme klingen, sondern nach Menschen. Und was für die echt kurioserweise eine große Herausforderung ist, diesen Stimmen menschliche Fehler zu geben, dass sie sich mal verhaspeln, dass sie mal kurz atmen, dass sie 'ne Pause Eben das, was das Menschliche auch ausmacht, dass wir nicht perfekt reden. Und das wird eben grad verschiedenen KI-Tools oder KI-Technologien einprogrammiert, damit's am Ende gar nicht mehr auffällt, ob die jetzt mit dem Menschen reden oder mit 'ner KI. Klaus Reichert: Mhm. Google hat auch vor zwei, drei Jahren mal 'ne Präsentation gehabt, wo sie gezeigt haben, wie die KI einen Friseurtermin vereinbart. Und, äh, im Nam-- Also bei solchen Gesprächen ist ja auch irgendwie immer ganz klar, wie's abläuft, ne. Hallo, ich bin, ich bin, äh, äh, ich will, ich brauch, ja, geht nicht, geht, geht und so 'n bissl hin und her, ne. Und, äh, aber es ist das gleiche Muster und diese, diese KI, diese KI-Anruferin, die hat dann auch, also ich sag mal Anruferin, ist natürlich keine Frau gewesen, sondern 'ne Maschine, ähm, die hat dann auch so: „Mhm, mhm, ja, ja, mhm" und so was zwischenrein gemacht. Fand ich auch total klasse. Jürgen Kroder: Ja. Klaus Reichert: Ja, okay. Also der, wir, wir haben's jetzt, äh, aber schon so angesprochen, äh, es ist ganz klar, es gibt, äh, kein Abwarten, äh, kein Nichtmachen bei dem Thema KI für Unternehmen, egal welcher Unternehmensgröße, das muss man auch mal betonen. Äh, es geht eigentlich mehr darum, dass man, ähm, methodischen Einstieg findet und, äh, schlussendlich auch so was wie Schatten-IT und damit einhergehende potenzielle Datenschutzverstöße und, und, und eben, äh, reduziert, vermindert, vermeidet. Ähm, dann haben wir schon gesehen, äh, man kann sehr überzeugend sein, wenn man das zum Beispiel, äh, in kleinen Schritten startet, ja, mit kritischen Mitarbeitenden dann eben auch so vorgeht, dass man sie an die Themen sehr pragmatisch ranführt. Hast du ja grade auch erzählt, wie du das gemacht hast. Jetzt gibt's aber trotzdem noch, ähm, ja, nach so 'nem Workshop zum Beispiel Fragen und, äh, man möchte jetzt mehr wissen und so weiter, ja. Dann muss man ja irgendwie doch wieder ausprobieren oder doch wieder mit dir reden oder, oder wie geht's dann weiter? Jürgen Kroder: Da gibt's natürlich verschiedene Wege, auch je nach Level und Interesse und auch Möglichkeiten bei den Mitarbeitern. Also ich hatt es dann auch schon so, dass ich dann weitere Workshops gegeben hab, ganz klassisch einfach, um auch dran zu b-bleiben. Die Leute kennen mich, ich kannte die Firma schon. So und dann war das einfach so 'n guter interaktiver Austausch. Es gab aber auch Leute, die haben sich einfach selber weitergebildet, weil sie Bock hatten und weil's auch in der Firma hieß: "So, jetzt habt ihr mal 'ne KI-Schulung bekommen. Ja, jetzt haben wir mal bisschen Geld ausgegeben. Jetzt müsst ihr selber gucken, wie ihr weiterkommt." Das kennt man ja leider. Man hat so 'n Ball irgendwo mal Richtung Tor gerollt und dann wird's nicht zu 'nem Tor verwandelt. Aber so ist es halt, die Realität und da haben die Leute halt selber wieder irgendwie weitergewurschtelt. Aber auch da gab's dann schon, ähm, Firmen, die dann halbes Jahr oder Jahr später zu mir gesagt haben: "Jürgen, ach, mach doch noch mal 'ne Schulung." Das, da muss man schon dranbleiben irgendwie. Klaus Reichert: Spannend ist ja, dass EDA-Kosten nie als Ausgaben irgendwie gesehen werden. Jürgen Kroder: Ja, ja genau. Dass Mitarbeiter dann mit der Zeit ver-- Ja, egal. Anderes Thema, anderer Podcast. Genau. Und man kann natürlich sehr viel, wenn man pfiffig ist und weiß, wie's geht, kann man sich auch selber mit KI fortbilden. Natürlich kommt auf das, kommt's auf das Thema drauf an, aber selbst so 'n ChatGPT kann 'n guter ChatGPT-Trainer sein. Klaus Reichert: Mhm. Ja, was ich auch manchmal so spannend find, ist, du kannst ja auch sagen: "Bitte schreib mir einen Prompt, wie ich am besten jetzt Folgendes mit dir machen kann", ne. Und, und dann, äh, kommen Sachen dabei raus, an die du selbst nie gedacht hättest. Jürgen Kroder: Genau, das ist ja dieser Überraschungseffekt und darum geht's am Ende. Herumzuspielen, herumzuexperimentieren. Die KI-Tools können alle schon ziemlich viel und auch viel, viel mehr, als die meisten Menschen denken eigentlich. Und es kommen ja ständig neue Sachen hinzu. Also allein zu verfolgen, was ist jetzt in ChatGPT, Gemini und diesen anderen allgemeinen Tools, die es da draußen gibt, zu verfolgen, was da jeden Tag Neues erscheint, das ist schon eigentlich eine Aufgabe für eine Maschine. Das kannst du als normaler Mensch schon fast gar nicht mehr erschau-- erfassen und auch gar nicht mehr testen irgendwie. Klaus Reichert: Ja, da macht's aber auch Sinn, dass man sozusagen jemand hat, den, den man da quasi mit einbeziehen kann, ja. Äh, du, du bist ja nicht nur, du machst das ja nicht nur so zum Beispiel bei Workshops, du hast ja auch die, die Webseite KI Känguru. Jürgen Kroder: Genau, kikaenguru.de. Klaus Reichert: De, ja. Ähm, wobei ich glaube, wenn man KI Känguru bei Google eingibt, kommt man auch hin, ja. Also ich mein, das ist schon sehr außergewöhnlich. Wie bist du auf den Namen gekommen? Jürgen Kroder: Ja, das ist 'ne witzige Geschichte, weil ich bin ja ursprünglich, also ich bin selbstständig seit vielen Jahren und hab so das Hauptstandbein als One-Man-Marketing-Agentur. Also ich bin 'ne One-Man-Show und somit 'ne Ein-Mann-Marketing-Agentur und arbeite für viele kleine und selbstständige Unternehmen. Und da war es klar, als dann ChatGPT und Co. rauskam, damit muss ich arbeiten, das muss ich ausprobieren, weil's eben mein Ding ist. Bin da immer wieder re-- mehr reingerutscht und hab mir jetzt eben durch ChatGPT und andere Tools eben so meine Mitarbeiter aufgebaut. Also quasi ein Defizit ausgenutzt oder eine Lücke. Und da hab ich dann eben verschiedene KI-Tools jetzt, auch so Mini-Agenten mir gebaut, die wie so kleine Mitarbeiter digital um mich herumwuseln und mich unterstützen können bei der Arbeit. Und da hab ich mich oft mit Freunden oder bekannten Unternehmern ausgetauscht, die eben halt noch nicht so in dem Hype drin waren oder halt mal so in ChatGPT irgendwas eingegeben haben und dann so bisschen ernüchtert waren. Und dann kam das halt, wie so oft durch das Gespräch kam raus: „Hey Jürgen, mach doch mal so KI-Consulting, KI-Beratung, ist doch ziemlich cool. Und glaub, grad so kleine, mittelständische Unternehmen, die haben da einfach noch Defizite. Das ist eh meine Zielgruppe. Ich arbeite hauptsächlich nur für KMUs. Und so kam ich dann eben in das Thema rein und wollte natürlich am Anfang so 'n typischen Namen nehmen wie KI-Consultant oder bla bla bla. Halt so austauschbare Namen, sag ich irgendwie, aber vielleicht für SEO, also für Google-Optimierung ganz gut. Und dann meinte meine Tochter damals: „Ach Papa, das doch alles langweilig." Weil mit der hab ich mich darüber unterhalten, wie halt Kinder so sind und dann sind sie auch ehrlich. Und die meinte auf jeden Fall, das muss so, so, äh, so KK, also KI und dann muss das zweite Ding auch 'n K sein, so 'ne Alliteration. Mach doch irgendwas mit Tieren. Klar, wie halt so 'n zehnjähriges Kind dann eben denkt und redet. Und dann haben wir wirklich zusammen herumexperimentiert und herumgesponnen, was, wie könnte das Ding heißen? KI-Katze, KI bla bla bla. Und dann kamen wir relativ schnell zu Känguru, weil ja 'n Känguru quasi sinnbildlich 'n Beutel voller Ideen hat und sich manchmal auch durchboxen muss. Und dann fand ich das einfach super und hab das übernommen. Klaus Reichert: Ja, fällt auf, ja, bleibt auch im Kopf. Das find ich, find ich auch 'ne gute Sache. Wir werden's natürlich in den Show Notes verlinken, sodass, äh, man da auch gleich nachgucken kann, weil, äh, wir sind ja, hatten den Einstieg dazu gefunden über das Thema: Wie kann ich mich weiter informieren, ja? Was, wie kann ich sozusagen mit diesen Neuigkeiten umgehen? Wie kann ich davon lernen? Wie kann ich, äh, so 'n bisschen Hilfestellungen auch dazu bekommen? Und das findet man eben da auch. Ja, es gibt natürlich unendlich viel Information zum Thema KI-Einsatz in all den möglichen Medien und, äh, viele, viele sind dann auch sehr, sehr spra-branchenspezifisch und benutzen dann auch branchenspezifische Worte, was dann wieder den Zugang zu den Menschen einfacher machen kann. Ich find es interessant, dass du gesagt hast, dass du eben 'n Haufen, äh, KI-Mitarbeiter um dich herum aufgebaut hast. Also mir geht's genauso. Ich hab auch eben so 'n, 'n KI-Team, gebaut. Dieser Podcast hier zum Beispiel hat sehr viel KI-Unterstützung auch in, im Grunde auf allen Schritten des Weges, bis es dann tatsächlich live kommt und kommuniziert wird. Da muss ich sagen, was ich da merke, ist, KI ist ja nicht nur mehr Hände, wie der PC damals sozusagen 'nem Menschen gebracht hat, ja. Also plötzlich konnt man gut schreiben, gut rechnen, gut drucken, gut was weiß ich alles machen mit 'nem PC. Und dann kam das Internet, da kam so, ich sag mal, extra Wissen oder so was dazu plötzlich, ja. Man musste nicht mehr irgendwie groß in Lexikon gucken oder mal irgendjemand fragen oder so. Man ging einfach zu Google. Und jetzt kommt irgendwie neben den Händen, neben dem Wissen, mehr Hirn dazu. Wissen ist nicht immer so, also find ich jetzt nicht ganz so wichtig, aber dafür kann man's natürlich auch nutzen, sondern einfach mehr das einzusetzen, um, ähm, wie 'n Mensch im Grunde auch, äh, jemanden zu haben, der ganz spezielle Aufgaben übernehmen kann und auch zum Teil mitdenkt. Das ist ja fast schon das Gruslige manchmal. Jürgen Kroder: Ja, und das mit dem mehr Hirn stimm ich dir grundsätzlich zu, auch wenn natürlich künstliche Intelligenz, also KI, jetzt noch nicht perfekt ist. Und das ist das, wo manche Menschen noch enttäuscht sind, wenn eben ChatGPT und Co. nicht ganz so schlau antworten oder manchmal sogar falsche Antworten geben, weil sie sagen: „Ist das doch die Superintelligenz, wie man sie aus Science-Fiction-Filmen kennt?" Nein, ist sie noch nicht. Sie tut so, aber sie ist es noch nicht. Und am Ende gilt immer noch dieses alte Prinzip: Shit in, shit out. Also jetzt mal so ganz provokant gesagt. Weil ChatGPT, Gemini und Co. sind alles Werkzeuge und du musst wissen, wie man die richtig einsetzt. Und wie gesagt, das sind sehr mächtige Werkzeuge, auch Werkzeuge, die man leider missbrauchen kann. Und das ist so ähnlich wie mit 'nem Messer, das ist immer so mein Sinnbild. Es gibt drei, vier Menschen, ein Messer. Der erste Mensch wird sich damit 'n Brot schneiden, der zweite wird mit seinem Messer das Brot beschmieren mit irgendwas. Der dritte wird das Messer vielleicht nutzen, um einen anderen Menschen umzubringen und der vierte nimmt das Messer, um daraus was Wunderschönes zu schnitzen. Und darum geht's auch bei KI. Du kannst damit Brot schneiden, du kannst leider auch jemanden virtuell umbringen oder Missbrauch damit machen. Du kannst aber auch wunderbare Dinge damit kreieren. Und genau darum geht's, das Werkzeug sinnvoll einzusetzen. Klaus Reichert: Danke, dass du's so sagst. Da würd ich auch gerne, auf 'n paar Beispiele, äh, zu sprechen kommen, sodass man das sich wieder besser vorstellen kann. Wenn wir das mal 'n bisschen praktischer sehen, wenn wir was Tolles damit machen wollen, was Tolles erzeugen wollen, zum Beispiel für Marketing oder, oder Organisation oder, oder Produktentwicklung oder so was. Sind natürlich jetzt verschiedene Themen, verschiedene Stichworte. Fällt dir da ein, zwei, drei Beispiele ein, sodass man das vielleicht gleich nachvollziehen kann? Jürgen Kroder: Ja, auf jeden Fall. Also grundsätzlich geht's erst mal darum, mit so einer KI zum KI-Tool, also wir reden in der, in der Regel ja von solchen großen Sprachmodellen, also wie ChatGPT, Gemini und Co, sich mit denen erst mal richtig und zielgerichtet auszutauschen, dass man auch nicht so viele Schleifen drehen muss. Und darum geht's erst mal so die Basics zu kennen. Das ist das sogenannte RTF Framework. Ich weiß, schon wieder englische Begriffe, aber das steht für Role Task Format, also Rolle, Aufgabe und Ausgabeformat. Und das ist, find ich, das Grundlegende, wenn du anfängst, mit irgendeiner KI dich auszutauschen, sei es zu chatten oder mit einer KI zu reden, dass du ganz klar überlegst: Welche Rolle soll denn die KI für dich jetzt einnehmen? Also wenn du zum Beispiel was fürs Marketing machst oder für Social Media einen LinkedIn-Post machst, dann musst du der KI vorsagen: „Du, liebe KI, bist jetzt ein Experte für LinkedIn-Posts zum Beispiel, LinkedIn-Marketing." Oder wenn du damit Produkte entwickeln willst, sagst du: „Du bist jetzt ein Experte für Jobs to be done, diese Methode, oder für die TRIZ-Methode oder für die SIT-Methode." Also gib der KI erst mal einen Rahmen vor, über welches Fachgebiet ihr redet. Dann kann die sich darauf schon mal einstellen. Danach gibst du ganz klar die Aufgaben, also die Ergebnisse, die du eigentlich haben willst, und nicht den Weg dorthin. Und du möchtest, musst natürlich auch sagen, welches Ausgabeformat soll das alles sein. Also will ich jetzt einen Text, will ich eine Excel-Liste, will ich ein PDF zum Runterladen? Auch das ist schon mal eine wichtige, wichtige Grundlage. Sag ich jetzt einfach so als Basics, weil da gehen schon viele Menschen falsch ran. Die sagen zum Beispiel: „ChatGPT, erklär mir was über Quantenphysik", oder: „ChatGPT, schreibe mir eine Rede für den sechzigsten Geburtstag." Na ja, aber wer ist denn die Zielgruppe? Was ist die Rolle? Wie witzig soll das sein? Was für ein Ausgabeformat brauchst du? Klaus Reichert: Ja. Jürgen Kroder: Also das heißt, man muss schon mal anfangen, in, in der Basis versuchen, effizient mit so einer KI sich auszutauschen. Klaus Reichert: Das Spannende ist ja, das funktioniert ja, ich sag mal, für jedes Tool. Das ist gar nicht mal toolspezifisch. Das kannst du bei, äh, äh, Gemini, das kannst du bei Claude, das kannst du bei was weiß ich benutzen und das solltest du ja auch benutzen, einfach weil du dann das bessere Ergebnis bekommst. Jürgen Kroder: Genau, genau. Und jetzt, weil du nach was Praktischem gefragt hast: Wir hatten's ja vorhin auch mal vom Thema Produktentwicklung und Ähnlichem. Und ich hab ja grad schon mal, äh, gesagt, es gibt ja verschiedene Frameworks, Methoden, Vorgehensweisen, wie man ein Produkt entwickeln kann oder ein Produkt optimieren kann. Da gibt's ja zum Beispiel die Jobs-to-be-done-Methode, das SIT und so weiter und so fort. Du kennst die ganzen Sachen, ja Klaus. Und da kann man auch dann sagen: „So, liebe KI, ich hab grad so 'ne Idee für eine ganz tolle App, eine App für Senioren über siebzig Jahre, die sich noch mal verlieben wollen. Und jetzt sei doch bitte mal ein Spezialist für das Thema Jobs to be done. Und bitte tausche mit mir interaktiv darüber aus, ob meine Idee gut ist. Und dann weiß schon mal die KI: Aha, es geht um Produkt, Produktverfeinerung, Feedback geben, Jobs to be done, diese Methode soll verwendet werden. Dann ist sie schon mal, ähm, geframed oder gibt 'n Priming, also 'ne Vorprägung. Und dann wird die anfangen, mit dir dich auszutauschen und wird sie sagen: „Ja toll, okay, ich bin jetzt so in diese Rolle geschlüpft. Jetzt erzähl doch mal deine Idee." Und dann fängst du an, diese Idee zu erzählen, indem du's einfach eintippst oder was viele Menschen eigentlich auch gar nicht so oft tun, indem sie mit ChatGPT und Co einfach reden. Und das find ich wirklich das Beste. Das mach ich super oft, dass grad wenn ich so irgendwas ganz Abstruses im Kopf hab oder mal was schärfen will, dann geh ich raus aus meinem Büro, geh raus in die Natur und rede in mein Handy rein. Ich schwätze dann eben zusammen mit ChatGPT oder anderen KI-Tools, die ich einsetze und rede wirklich mit denen, weil ich's dann auch viel flüssiger und natürlicher erklären kann, was ich will Klaus Reichert: Das kommt ja bei, ich sag mal, Google-Telefonnutzer, die können das schon länger nutzen. Die iPhone-Nutzer, die werden so langsam dazu animiert, das eben so auch zu nutzen. Äh, das kommt ja immer mehr für alles, was man am Smartphone macht, am Telefon macht. Ähm, guter Hinweis, find ich. Kann man natürlich tatsächlich nicht machen, wenn man so mit zehn anderen im Büro sitzt, aber, äh, ich versteh schon, dass man da natürlich tatsächlich 'n Gesprächspartner oder -partnerin dann finden kann. Jürgen Kroder: Genau und ich kann auch jeden dazu animieren, das mal zu machen, weil das Kuriose ist ja, als vor vielen, vielen Jahren Siri erschienen ist oder Alexa erschienen ist, da ging das ja los mit diesem smarten Assistent, mit dem man reden kann. Und Siri hat es ja dann, oder Apple hat ja dann ganz gut den Weg hinbekommen mit Siri und dann ist es aber trotzdem oft so dieser Kommandomodus: Siri, schreib 'ne E-Mail für mich, Siri öffnet die und die App, Siri ruft den und den an. Und mit Alexa oder Amazon Echo, die Hardware dazu. Also wenn man gerade mal heutzutage versucht, mit dem alten Alexa-Gerät noch zu kommunizieren, ist ja grauenhaft. Also jede zweite Antwort: Das kann ich nicht, das weiß ich nicht oder sie versteht dich und macht irgendwas anderes. Also da sind, glaub ich, auch viele Menschen schon komplett so enttäuscht, was KI, weil das wurde uns damals ja auch ein bisschen so als KI verkauft, was es kann oder nicht kann. Und das bemerk ich bei ganz vielen Leuten, dass sie jetzt 'ne Scheu haben, jetzt mit ChatGPT oder Co. zu reden, weil sie da halt auch so 'n Chatfenster sehen. Und deswegen will ich jedem nur zu sagen: Rede mit einer KI. Klaus Reichert: Man ist gewohnt, dass das nicht richtig funktioniert, ja. Und das Spannende ist, man kann tatsächlich relativ flüssig sich unterhalten. Und zwar auch nicht nur, weil es in Anführungszeichen intelligent ist, sondern auch, weil es nicht mehr so, ähm, so prozessual, so in Schritten immer nur funktioniert, ne. Man, man kann auch dem anderen ins Wort fallen oder man kann auch sagen: "Oh, lass mal". Jürgen Kroder: Weil du es vorhin meintest, so mit Beispielen und Interaktionen und so. Ich lese auch, dass viele Menschen mit dem ersten Ergebnis, das sie von Perplexity und all den KI-Tools da draußen kriegen, auch zufrieden sind. Sehe ich ganz und gar nicht so. Also selbst wenn man 'n guten Prompt hat, ein, einen super Prompt sich erschaffen hat, den man eben lange niedergeschrieben hat oder reingesprochen hat nach eben verschiedenen Sachen, wie ich's ja auch schon erklärt hab, wie zum Beispiel RTF oder so, dann sehen die: Ah, okay, da hab ich jetzt 'n Ergebnis bekommen, hab 'n Text bekommen, hab 'n Konzept bekommen für meine Marketingstrategie, wie auch immer, und dann wird das ausgedruckt sinnbildlich und abgeheftet und fertig. Nee, nee, also ich seh das als rohe Masse, als erstes Konzept an, egal wie gut ich gepromptet hab und egal wie gut das Ergebnis auf den ersten Blick wirkt. Und dann fängt eigentlich die eigentliche Arbeit an. Klaus Reichert: Ja. Jürgen Kroder: Wie in so 'nem kreativen Team ja auch so. Du setzt dich ja auch nicht mit fünf Leuten in einen Raum, dann sagt einer 'ne Idee und dann geht ihr alle wieder raus. Nee. Klaus Reichert: Manchmal läuft's so ab, ja. Das ist meistens traurig. Jürgen Kroder: Oder man zieht's in die Länge und redet in drei Stunden immer noch drum herum, ohne auf eine Lösung zu kommen. Klaus Reichert: Ja, guter Punkt. Äh, vor allem auch, was ich spannend find, jetzt mal aus 'ner ganz praktischen Art, äh, äh, oder aus 'nem praktischen Blickwinkel drauf, äh, die, die Chats bleiben ja erhalten und die haben in der Regel haben sie ja 'ne URL, 'n Link, mit dem man sie wiederfinden kann. Ähm, ich weiß nicht, wie lang das gespeichert wird, keine Ahnung. Also ich, aber ich geh immer wieder drauf zurück und kann so dann an die bestehenden Inhalte, Gespräche und Ergebnisse und so was dann natürlich auch anknüpfen, wenn ich neue vertiefende Fragen zum Beispiel auch hab. Jürgen Kroder: Genau, und du kannst diese Chats ja auch je nach Tool auch weitergeben an andere Menschen und die können dann an diesem Ding anknüpfen oder sogar parallel daran arbeiten. Klaus Reichert: Das ist ja ein ganz, ganz wichtiger Punkt, wenn man in der Unternehmensanwendung, äh, oder über Unternehmensanwendung dann eben auch sprechen. Marketing, wenn wir's jetzt ganz praktisch haben, da fällt mir natürlich ganz, ganz grob erst mal Texte ein oder irgendwas für Social Media, ne. Äh, ich weiß, dass das jetzt nicht unbedingt nur Marketing ist, ist mir schon auch klar. Ähm, aber, aber da ist natürlich super, super, super einfach, äh, zu nutzen und mit teilweise sehr professionellen Ergebnissen auch, was vielleicht Kurzvideo oder, oder Grafik eben auch angehen kann. Ähm, hast du, hast du ir-, ähm, irgendwie 'n Tipp, wie man dann das aber hinkriegt, dass es zum Beispiel über viele Hinweise, Texte, Posts, Schriften, Blogposts und so weiter, vielleicht auch Broschüren, man es schaffen kann, dass man so 'ne Art, ähm, Markensprache erhalten kann, grafisch oder auch textlich, über diese vielen Ergebnisse hinaus, die man produziert? Jürgen Kroder: Ja, auf jeden Fall. Auch das ist eigentlich sehr einfach mit KI. Du hast es ja schon gesagt, du hast diese Chats, die man archiviert, wo man vieles rausholen kann. Aber was viel smarter ist, das hab ich zuletzt für 'nen Kunden gemacht, für den hab ich so einen Blog komplett neu aufgezogen. Das war so 'n komplett verwaister Blog, wo verschiedene Leute was eben geschrieben haben und meine Strategie war es, erst mal die alten Sachen gradezuziehen und dann darauf aufbauend weitere Blogartikel zu schreiben. Klaus Reichert: Mhm. Jürgen Kroder: Und dieses Unternehmen oder diese Firma hat auch so, oder die Mitarbeiter haben 'n ganz speziellen Stil gehabt, zu, zu schreiben, Sachen zu erklären, haben auch ihre eigene Fachsprache gehabt, die ich jetzt als Mensch zwar hätte schon kopieren können, ich hab einfach bisschen Ahnung davon, aber trotzdem wär's sehr zeitaufwendig gewesen. Also was hab ich gemacht? Ich hab all diese Texte, die ich von den, äh, Mitarbeitern hatte und die in diesem alten Blog da drin waren, alle in die KI reingeschmissen und hab gesagt: „Bitte analysier jetzt mal diese Texte auf den Stil, auf die Länge, auf die Fachbegriffe, auf die, auf die Branche und so weiter. Beschreib mir diesen Stil." Und dann im nächsten Schritt hab ich dann durch diese Stilbeschreibungen mir einen Prompt schreiben lassen, den ich wieder dann für einen kleinen Agenten genutzt hab. Und mit diesem Agenten lass ich jetzt immer die zukünftigen Blogbeiträge vorschreiben, weil die genau in dieser Sti-- diesem Stil und dieser Sprache von diesem Mitarbeiter, dieser Firma sind. Klaus Reichert: Mhm. Gut, also so wird quasi diese Firmensprache, am Leben gehalten. Es entsteht so, so 'n Eindruck nach außen aus einem Guss auch, kann man sagen. Und, die, die Lesenden, die potenziellen Kunden, die Kunden und so weiter, die erkennen quasi dann auch die Firma daran wieder, was ja schon 'n wichtiger Punkt auch für Marke und Branding, schon ist. Verstanden, cool. Gibt's noch etwas, was dir einfällt, äh, wo, wo man dann sagen kann: Mensch, das wär jetzt 'n praktischer, einfacher Einsatz oder erster Einsatz für KI in Unternehmen? Jürgen Kroder: Auch 'n Beispiel aus meinem Alltag. 'Ne kleinere Firma, die aber halt einfach 'ne Fluktuation hat, wie's in jeder Firma ist. Also die war nicht besonders hoch, aber da kommen halt Leute und gehen und Studenten und so weiter. Und es ist ja immer so, dieses Onboarding, den Leuten mitzuteilen, wie die Firma tickt, wo was ist, worauf man achten muss, das ist ja echt aufwendig. Und dann fangen welche an, irgendwelche Word-Dokumente zu schreiben, die auszudrucken, bla, blubb. Also ganz viel analoger Kram. Auch das kannst du, wenn das mal irgendwann niedergeschrieben wird oder wenn das Leute vielleicht mal aufgezeichnet haben mit Videos, mit Tonaufnahmen, wie auch immer, auch das kannst du in entsprechende KI-Tools reinhauen und daraus so 'n interaktiven Chatbot machen. Das heißt dann einerseits so 'n Chatbot, der proaktiv schon mal die ersten Schritte erläutert, wenn man neu in der Firma ist, aber auch genauso, wenn jemand eine Frage hat, zum Beispiel: Wie rechne ich jetzt meinen Urlaub ab? Oder: Wo muss ich das denn eintragen? Dann fragt man einfach dieses KI-Tool, das nur auf diese firmeninternen Sachen, äh, trainiert wurde und dann hab ich da einfach 'n Ansprechpartner. Klaus Reichert: Ja, sehr cool. Ja. Also in dem Fall Onboarding, das kann man natürlich noch sehr stark erweitern durch, ich sag mal, Unternehmenswissen, was für Mitarbeitende erst mal wichtig ist, äh, Dinge, die man vielleicht früher auch in 'nem Intranet nur hatte, die man dann einfach ganz, ganz einfach auch finden kann. Das ist ja auch immer wieder wichtig. Das ist ja auch eine der großen, Vorteile oder großen, äh, Stärken von Google, dass es auch das irgendwie Abgefahrenste findet, obwohl du nur zwei andere Worte dazu eingibst, ne. Und das können halt viele von so klassischen Intranet-Tools eben auch nicht. Aber da ist natürlich sehr viel mehr Intelligenz in der Suche drin. Wissensmanagement generell, ist da sicher 'n Riesenthema. Ja, gute, gute Anwendung, äh, kann ich mir, kann ich mir sehr gut vorstellen. Jürgen Kroder: Oder auch die Vereinfachung von Wissen. KI-Tools, die meisten KI-Tools basieren eben auf Sprachmodellen. Dementsprechend können sie sehr gut mit Sprache umgehen und diese transformieren. Deswegen heißt ja GPT, also Transformer steckt da hinten drin in dem Wort. Und deswegen, du kannst denen, äh, 'ne Betriebsanleitung, äh, geben, du kannst denen Macbeth geben, du kannst denen aber auch 'n ganz normal geschriebenen Text geben. Da reinballern und dann kannst du denen sagen: Bitte beschreib mir das mal auf dem Niveau eines Zwölfjährigen oder gib, stell mir ein paar Fragen dazu, wie auch immer. Also du kannst ja auch komplexeste Inhalte eindampfen lassen und dir leicht erklären lassen von KI. Ja. Das ist ja grad in Firmen, die halt ganz viel Wissen ansammeln. Du hast es ja grad eben schon gesagt, früher hat man dann im internen Chat dann irgendwelche Links und Videos geteilt zu irgend 'nem Fachthema: „Hey, schau dir das mal an und les dir mal das durch." Das kannst du irgendwann da gar nicht mehr erfassen, grad wenn du mal im Urlaub bist oder wenn ein neuer Kollege dazu kommt. Und das könnte man auch alles in so 'ne KI-Datenbank reinschmeißen und dann erklärt die KI-Datenbank je nach deinem Niveau dieses Wissen. Klaus Reichert: Mhm. Du, und was ich mir auch immer wieder denke oder beziehungsweise wo ich immer wieder total verblüfft bin, ja, ist, dass KI ja eigentlich keine Sprache in dem Sinne spricht, ja, sondern alle Sprachen oder zumindest die gängigsten. Ja, das heißt also, du gibst was auf Deutsch ein und du kriegst auf Englisch das, das Ergebnis, wenn du es so haben willst. Ähm, wahrscheinlich könntest du es auch auf, äh, wenn die, die Basistexte irgendwie wild gemischt sind, wenn wir jetzt so 'n Wissensmanagement oder so was nehmen, kannst du für dich auch als, äh, als Mitarbeitender sagen: „Mensch, ich, ich bin halt jetzt nun mal Italiener. "Gib mir das alles auf Italienisch aus, bitte." Jürgen Kroder: Genau. Und manche Schüler nutzen es ja für ihre Lateinvokabeln. Oder ich bin ja ein großer Star-Trek-Fan. Es gibt auch Menschen, die lernen Klingonisch mit ChatGPT zusammen, weil ChatGPT Klingonisch kann. Klaus Reichert: Wunderbar. Wo es auch sehr spannend ist, find ich, und da muss man natürlich auch s-auch sagen, da gibt es manchmal vielleicht so 'n bissle Grenzen, weil es 'n bissle unscharf ist, äh, ist, äh, wir können uns, äh, für viele Fälle das auch sparen, äh, unsere Webseiten mehrsprachig zu machen. Ja, solange das jetzt, äh, äh, nicht um Lexika und genaueste Bezeichnungen gehen muss, äh, dann, dann können wir tatsächlich einfach uns die, die Arbeit machen, die deutsche oder zum, also wenn wir jetzt in Deutschland sind, die Webseite richtig gut zu machen und dann eben das anbieten, dass das eben der Browser und so weiter übersetzt, sodass es quasi jeder auf der ganzen Welt lesen kann und ich selbst damit gar nichts vorhalten muss. Find ich auch 'ne gute Lösung, äh, die irgendwie auf der Hand liegt, aber doch, äh, recht, recht, ähm, unbanal ist. Also was mir mal eingefallen ist vor, ja, das war so Anfang 2025, ist KI im Innovationsmanagement. Da hab ich 'n Online-Kurs aufgebaut, der eben auch so ähnlich ist, wie du's grad angesprochen hast. Man muss halt einfach die ersten Schritte mal lernen, ausprobieren und so weiter, äh, die Grundlagen kennen und dann sich eben über die verschiedenen Tools in die verschiedenen Use Cases einarbeiten oder andersrum über die Use Cases in die Tools. Jürgen, jetzt haben wir natürlich viel darüber gesprochen, wie, wie sinnvoll, KI ist, wie, wie gut uns das helfen kann und, dass es da auch zum Beispiel Herausforderungen im Bereich Datenschutz geben kann, dass es da, Möglichkeiten gibt, dass unsere Daten vielleicht irgendwo anders landen, dass damit vielleicht auch die KI trainiert werden und, und, und. Ja, also das ist nicht ganz unbanal, äh, das ist 'n sehr, sehr großes Thema oder große Themen. Und es kommen natürlich viel, viel weitere Themen dazu. Ein ganz wichtiger Trend, der so in den, in den letzten Monaten hochgekommen ist, ist, dass gerade Softwarefirmen sagen: „Mensch, wir brauchen in Zukunft ja gar keine Leute mehr. KI programmiert viel besser." Ja. Und damit sozusagen auch 'n bisschen in dieses Horn reinstoßen und sagen: „ KI ersetzt menschliche Arbeit." Wie siehst du das? Jürgen Kroder: Ja, ich seh das sehr kritisch und ich find das auch eigentlich nicht gut. Ja, KI wird viele Jobs kosten. Das ist nun mal so. Aber das ist bei jeder digitalen Revolution so gewesen, dass viele Jobs wegfallen, aber auf der anderen Seite wieder neue, viele tolle und auch spannende Jobs entstanden sind. Ich finde es gefährlich, wenn jetzt viele Firmen KI einführen, weil sie vor den Augen die großen Dollarzeichen haben, zu sagen: „Hey, tschakka, wir führen jetzt irgendein geiles KI-Tool ein", oder was auch immer in der Richtung. Und dann können wir X Prozent an Mitarbeitern entlassen, weil die KI übernimmt alle Jobs. Und das finde ich als ersten Grundgedanken finde ich das schlecht. Weil ich finde persönlich, man sollte die KI als weiteren Mitarbeiter einstellen, der die Arbeit vielleicht auch effizienter macht, weil es gibt nun mal viele stupide, repetitive Aufgaben in Unternehmen, kennt jeder und es gibt auch viele Jobs, die muss kein Mensch machen, weil menschliche Arbeitskraft ist gerade in Deutschland viel zu teuer geworden. Und vielleicht kann man dann auch daran denken, dass man den ein oder andere Mitarbeiter durch wegrationalisieren kann. Aber wie es jetzt zu lesen ist in den Medien, dass man zehntausende Menschen entlässt oder mehrere hunderte Menschen, je nach Unternehmensgröße und alle angeblich durch KI ersetzen kann. Ich denke, das ist ein Holzweg. Ich denke, im ersten Schritt geht es erst mal darum, dieses mächtige Werkzeug, das ja Menschen schlauer machen kann und effizienter arbeiten lassen kann und auch ganz andere Möglichkeiten und Freiräume gibt für Menschen, anders zu arbeiten, dass man das vielleicht auch erst mal nutzt im allerersten Schritt und eben nicht so die große Entlassungswelle dann irgendwie so als großes Ziel irgendwie hat. Klaus Reichert: Mhm. Wir haben da ja auch dann noch ganz andere Probleme. Ich sage mal, in Mitteleuropa, mittelfristig, äh, dass wir vielleicht auch gar niemanden finden, der, äh, der die Arbeit dann machen kann, ja. Und da kann natürlich KI vielleicht auch sehr, sehr hilfreich sein. In jedem Fall ist immer in gewisser Weise, auch wenn es KI natürlich schon seit Jahrzehnten grundsätzlich gibt, äh, vielleicht noch nicht umgesetzt, aber zumindest gedanklich, äh, konzeptionell und seit ein paar Jahren natürlich auch sehr, sehr intensiv, kann man jetzt natürlich auch noch nicht sagen, was alles da ist, aber kommen wird und wie es sein wird in fünf, zehn, zwanzig, fünfzig Jahren. Ähm, das Spannende ist, dass man, finde ich, lernen muss, damit umzugehen, dass man das Wichtige, die wichtigen Vorteile für sich herausfinden muss und das dann irgendwie nutzen sollte, um Chancen zu heben. Jürgen Kroder: Genau. Und das heißt ja auch oft so sinnbildlich bisschen, also jetzt aus Sicht eines Mitarbeiters oder jemand, der einen Job sucht oder vielleicht gerade entlassen wurde: Du wurdest nicht entlassen wegen der KI, sondern du wurdest entlassen, weil es jemand gibt, der die KI richtig benutzen kann. Klaus Reichert: Ja. Jürgen Kroder: Und da sind wir wieder bei dem Eingangsthema, was ich gesagt hab, mit diesem Vibe Working, dass man eben KI zum Assistenten macht, zum Mitarbeiter macht, wie auch immer, zum Co-, Kooperationspartner macht und eben man nicht mehr selber vielleicht der Arbeiter ist, der irgendwas abarbeitet am PC und Excel-Listen erstellt und Texte schreibt, sondern ich sag eher der Dirigent, der vielleicht ein, zwei, drei, fünf, zehn verschiedene KI-Tools koordiniert und mit denen in Interaktion tritt, um Lösungen zu schaffen. Klaus Reichert: Mhm. Du, aber da hab ich jetzt zum Abschluss dann auch noch 'ne spannende Situation. Also ich kenne Organisationen, große Organisationen, die sind sowieso hinten dran, was die, äh, Microsoft Office Paketversionen und so was angehen, ja. Die haben also nie das Modernste, weil sie sagen, da müssen wir einfach noch warten aus Sicherheitsgründen oder was immer das auch ist und schon deswegen halt viele Tools die Mitarbeitenden nicht bekommen, ähm, und die dann natürlich bei, äh, KI noch mehr den Daumen drauf haben. Jetzt gibt's aber jede Menge Mitarbeitende, die zum Beispiel halt, vielleicht mit ihren riesen Excel-Tabellen, dann auch KI nutzen wollen, weil es eben tatsächliche Produktivitätsvorteile bringt, weil es, äh, eben die Arbeit leichter macht und, und, und. Hast du irgendwie 'n Argument, wo man sagen kann, für die Mitarbeitenden gegenüber auch so einer IT-Abteilung, mit der man dann tatsächlich das Neueste bekommen kann oder erreicht, das Neueste zu kriegen. Jürgen Kroder: 'Ne gute Frage. Da gibt's natürlich verschiedene Ansatzpunkte. Also klar, jetzt, ich hab's grad eben schon gesagt, man könnte den Hammer raus und sagen, ich werd dadurch viel effizienter, äh, mir kommt schneller zu Ergebnissen, das kostet die Firma weniger Geld, wenn ich KI einsetze und so weiter. Man kann natürlich aber auch, so wie ich's am Anfang auch meinte, sagen: Gut, wenn ich jetzt das KI-Tool nicht krieg, dann nutz ich es halt auf meinem Privat-PC. Ist natürlich immer 'ne Compliance-Sache, da, äh, verstößt man gegen Firmenvorgaben. Und dann ist es ja auch so, dass es heutzutage die Firmen ja fast schon KI proaktiv aussperren müssen, weil grad bei diesen ganzen Microsoft-Produkten ist ja schon standardmäßig der Copilot mit drin, eben das KI-Tool von Microsoft. Dort in Windows 11 ist das Ding fest verankert. Also mit ist es heutzutage fast schon 'ne Aufgabe, KI rauszukriegen als reinzukriegen. Oder wenn du auf Google gehst, ist 'n KI-Assistent drin, selbst im Acrobat Reader von Adobe ist 'n KI-Tool drin oder bei Amazon. Also ohne KI ist heut fast nichts mehr. Klaus Reichert: Mhm. Jürgen Kroder: Man muss es halt nur sinnvoll nutzen. Klaus Reichert: Jürgen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich find, wir brauchen, glaub ich, heute keine drei Tipps, äh, vom Zuhören ins Machen zu kommen, weil wir so über die gesamte, das gesamte Gespräch eben diese Tipps und, äh, äh, diese, diese Hinweise auch gegeben haben. Das war, äh, heute sehr, sehr hilfreich. Wer sich weiter informieren will: Wir haben natürlich deine Webseite in den Show-Notes drin. Da ist das KI-Känguru auch noch mit dabei, wo man dann sich kontinuierlich natürlich auf 'm Laufenden halten kann. Also danke schön, dass du mit dabei warst heute und, weiterhin viel KI-Erfolg für uns alle. Jürgen Kroder: Ja, vielen Dank für deine Einladung, Klaus und an alle da draußen viel Erfolg in Sachen KI und all den anderen schönen Dingen, die man so mit digitalen Sachen machen. Klaus Reichert: Das war der Smart Innovation Podcast. Wir führen diese Gespräche um engagierten Menschen, die etwas bewegen wollen, eine pragmatische Hilfe zu den Themen zu geben. Wenn Sie etwas aus dem Gespräch mitnehmen, dann abonnieren und bewerten Sie bitte die Show bei Ihrer Podcast-Plattform. Für alle, die weiter im Thema bleiben wollen, Extras zur Episode, ein Transkript und die Möglichkeit für Kommentare sind in den Shownotes verlinkt. Der Smart Innovation Podcast wird unabhängig produziert von mir, Klaus Reichert, im Südwesten Deutschlands. Vielen Dank fürs Zuhören und denken Sie daran, es gibt kein Ende von Innovation, nur Starts.